Stimme der Jugend ist wichtig für Integration (Berlin, 26. September 2007)

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres hat Staatsministerin Maria Böhmer, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration ist, 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Jugendliche mit Migrationshintergrund beziehungsweise aus sozial benachteiligten Quartieren Deutschlands und Frankreichs zu einem Gespräch im Bundeskanzleramt empfangen. Die Staatsministerin sicherte den Jugendlichen zu, dass sie ihre Anregungen bei ihrem Besuch in Paris im Oktober und beim nächsten deutsch-französischen Ministerrat im November 2007 aufgreifen werde.

Das Gespräch fand im Rahmen eines mehrtägigen Seminars des Deutsch-Französischen Jugendwerks zum Thema Integration. Das Treffen mit Staatsministerin Böhmer fand nach 2006 bereits zum zweiten Mal in diesem Rahmen statt.

Böhmer erläuterte, dass viele Vorschlägen der Jugendlichen aus dem Seminar des vergangenen Jahres Eingang in die Integrationsinitiativen der Bundesregierung und in den Nationalen Integrationsplan gefunden hätten. So habe sie den Wunsch der Jugendlichen, Bildungspaten für den Spracherwerb, die Schule und die Ausbildung zur Seite gestellt zu bekommen, aufgegriffen. Ferner gebe es in Deutschland nach französischem Vorbild seit Dezember 2006 eine "Charta der Vielfalt". Ziel sei, Menschen aus Zuwandererfamilien besser in die Ausbildung und ins Arbeitsleben zu integrieren und den Unternehmen die wirtschaftlichen Vorteile von Vielfalt näher zu bringen.

Böhmer berichtete weiter vom Jugendintegrationsgipfel, der im Mai 2007 im Bundeskanzleramt stattfand und bei dem Jugendliche Vorschläge für eine bessere Integration erarbeitet und der Bundesregierung übermittelt haben. "Die Stimme der Jugend ist eine ganz wichtige Stimme, wenn es um Fragen der Integration geht“, erklärte Staatsministerin Maria Böhmer heute bei einem Treffen mit deutschen und französischen Jugendlichen. Junge Menschen müssten teilhaben, aber auch selbst Verantwortung für die Integration und Vorbildfunktion für andere übernehmen. Böhmer erklärte: "Beide Seiten müssen offen sein, denn Integration ist keine Einbahnstraße."

Von Staatsministerin Böhmer nach ihren drei Wünschen für eine bessere Integration von jungen Migrantinnen und Migranten gefragt, erklärten die Teilnehmer:
· Die persönliche Motivation von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien, sich gut zu integrieren, müsse erhöht werden.
· Mehr Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sollten das Gymnasium besuchen.
· Die aufnehmenden Gesellschaften sollten mehr Offenheit für Zugewanderte zeigen.

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