Preisträger des Deutsch-Französischen Journalistenpreises 2006 (19. Mai, 2006)

Der bei der Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreises federführende Saarländische Rundfunk hat am 19. Mai 2006 die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben. Der SR schreibt diesen Preis jährlich zusammen mit den Partnern France Télévisions, Radio France, Radio France Internationale, dem ZDF, der Holtzbrinck Verlagsgruppe sowie dem Département de la Moselle, dem Deutsch-Französische Kulturrat und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk aus.

Pressemitteilung
In Paris haben Juroren aus Deutschland und Frankreich am 18. und 19. Mai über die Gewinner des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) 2006 entschieden. Die Preise im Gesamtwert von 28.000 € werden in den Sparten Fernsehen, Hörfunk, Printmedien und Internet verliehen. Ausgezeichnet werden Beiträge, die zu einem besseren Verständnis zwischen Deutschland und Frankreich beitragen.

Den Fernsehpreis (dotiert mit 6.000 €) erhält Imke Meier für ihren Beitrag „Vivian - ein halbes Jahr allein Frankreich“, eine ZDF-Produktion, die im Kinderkanal ausgestrahlt wurde. Der Film zeichnet auf originelle und authentische Weise einen Aufenthalt einer 13-jährigen Deutschen bei einer Gastfamilie in Frankreich nach.

Mit dem Hörfunkpreis (6.000 €) wird Aurélie Luneau ausgezeichnet für das von France Culture ausgestrahlte Feature „Auf den Spuren von Rudi dem Roten“. Die Autorin stellt mit Geschick und historischer Genauigkeit die Studentenbewegung in Deutschland und Frankreich dar. Das Feature zeichnet sich aus durch einen guten Umgang mit Archivmaterial und die sensible Befragung von Zeitzeugen.

In der Kategorie Printmedien (6.000 €) geht der Preis an Lorenz Wagner für den Beitrag „Der General hätte oui gesagt“, erschienen in der „Financial Times Deutschland“. Der Autor hat im Vorfeld des französischen Referendums über Europa Colombey-les-deux-Eglises, den Geburtsort de Gaulles, besucht und argumentiert, de Gaulle hätte nicht nur selbst mit ‚oui’ gestimmt, sondern er hätte es auch geschafft, seine Mitbürger zu überzeugen.

Der Internetpreis (6.000 €) wird verliehen an Andreas Noll für das Webangebot „Spurensuche in einem verunsicherten Land. Frankreich - eine Winterreise“ auf www. frankreich-forum.de/winterreise. Die differenzierte Analyse der Ereignisse im Winter 2005/06 berücksichtigt viele Facetten des Internets und vermittelt durch die Auswahl des Bildmaterials eine hohe Authentizität.

Den Nachwuchspreis (4.000 €), gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, erhalten das deutsch-französische Internet-Magazin „Rencontres“ und seine Gründerin und Chefredakteurin Johanna Heinen. An dem nicht-kommerziellen Projekt sind mehr als hundert Studenten, Journalisten, Übersetzer und Fotografen beteiligt, die das Interesse an der Sprache und Kultur des Nachbarlandes wecken und fördern wollen.

Der Ehrenpreis 2006 geht - wie bereits am 4. April bekannt gegeben - an Ulrich Wickert, Moderator der ARD-„Tagesthemen“ und langjähriger ARD-Korrespondent in Paris. Er wird ausgezeichnet für seine aspektreiche Berichterstattung über Frankreich und sein Engagement zur Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses.

Die Preisverleihung findet am 28. Juni um 18.00 Uhr im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin statt. Durch den Abend führt ZDF-Moderator Steffen Seibert. Über die Preisträger entsteht ein halbstündiges Feature, das am 2. Juli 2006 um 18.30 Uhr auf 3sat ausgestrahlt wird.

Der Saarländische Rundfunk vergibt den Deutsch-Französischen Journalistenpreis seit 1983. Partner sind: Radio France, France Télévisions, Radio France Internationale, das ZDF, die Holtzbrinck Verlagsgruppe sowie das Département de la Moselle, der Deutsch-Französische Kulturrat und das Deutsch-Französische Jugendwerk. Der Preis ist eine der wichtigsten und höchst dotierten Auszeichnungen für Journalisten in Europa.

Weitere Informationen :
Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2006

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