Neuer französischer Staatspräsident Nicolas Sarkozy zu Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (16. Mai 2007)

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Am Mittwoch, dem 16. Mai, reiste der neue französische Präsident Sarkozy umgehend nach den Feierlichkeiten seiner Amtseinführung nach Berlin. Für die Bundeskanzlerin war es ein außerordentliches starkes Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft, dass der Präsident bereit war, noch am Tag seiner Amtseinführung seine erste Auslandsreise nach Deutschland zu machen und mit der Bundeskanzlerin im Bundeskanzleramt zusammenzutreffen.

- Pressestatements der Bundeskanlerin Angela Merkel und des Staatspräsidenten Sarkozy (16. Mai 2007)

Die Bundeskanzlerin ist damals im November 2005 nach der Amtseinführung sehr schnell nach Paris gefahren. Insofern kommt durch diese Geste des französischen Präsidenten auch zum Ausdruck, dass Präsident Sarkozy die Absicht hat, die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich weiter zu festigen und auszubauen.

Die Bundeskanzlerin begrüßte den französischen Präsidenten mit militärischen Ehren. Diese Art der Begrüßung eines ausländischen Staatsgastes gilt als besondere Würdigung.

Erstes Arbeitsgespräch: Verfassungsvertrag

"Wir werden gleich arbeiten", sagte Merkel. Schließlich sei bis zum Europäischen Gipfel im Juni noch ein großer Brocken zu bewältigen: Der Europäische Verfassungsvertrag.

Bis zu den Wahlen zum Europäischen Parlament 2009 muss Europa auf einer neuen verfassungsrechtlichen Grundlage stehen. Andernfalls ist es nicht mehr handlungsfähig. Merkel will als europäische Ratspräsidentin einen Vorschlag vorbereitet haben - in enger Abstimmung mit Frankreich.

Außerdem sprachen die Bundeskanzlerin und der Staatspräsident über den EU-Russland-Gipfel, der am 18. Mai in Samara stattfinden wird. Auch hier stehen wichtige, zum Teil schwierige, europäische Belange auf der Tagesordnung.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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