Deutsch-französische Zusammenarbeit

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28 April
2010

Berlin, Warschau und Paris gründen Kampftruppe

28.04.2010
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Die Außenminister Frankreichs, Deutschlands und Polens, Bernard Kouchner, Guido Westerwelle und Radoslaw Sikorski (v.l.n.r.), Bonn (27.04.2010) - Foto: © Photothek, Imo Köhler

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens wollen den Aufbau einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik vorantreiben. Die EU müsse auf künftige Krisen in der Welt nicht nur mit diplomatischen Mitteln reagieren können, sondern notfalls auch mit militärischen, sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Dienstag bei einem Treffen mit seinen Kollegen in Bonn.

Dazu wollten Deutschland, Polen und Frankreich ihre Zusammenarbeit verstärken. Westerwelle zufolge soll die geplante sogenannte Weimar Battlegroup 2013 einsatzbereit sein. Deutschland, Frankreich und Polen tauschen sich als sogenanntes Weimarer Dreieck regelmäßig in vielen Politikbereichen aus.

Alle Artikel:

17 Juni
2011

Frankreich fürchtet erhebliche finanzielle Konsequenzen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französiche Präsident Nicolas Sarkozy diskutieren bei einem Treffen in Berlin über das hoch verschuldete Griechenland. Strittig ist, wie das Land vor der Pleite gerettet werden soll. Sollten sich beide nicht einig werden, dann sei die Idee von Europa in Gefahr, sagt Hans Stark, Generalsekretär des Studienkomitees für deutsch-französiche Beziehungen.

15 Juni
2011

„Wir brauchen mehr Deutschland“

Mit kritischem Blick verfolgen offizielle französische Kreise in Berlin die – in ihren Augen offenkundig zu wenig engagierte – Kooperation der Bundesregierung in Europa und mit Frankreich. Vor dem Besuch des französischen Staatspräsidenten Sarkozy, der am Freitag von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt empfangen wird, wurden Bedauern und Aufforderung in die Formel gekleidet: „Wir brauchen mehr Deutschland.“ Dies sei das vorherrschende Gefühl in Frankreich.

15 Juni
2011

Vive la France!

Am Freitag beginnt das Deutsch-Französische Volksfest. Auch andernorts ist die Grande Nation in Berlin präsent - mit Design aus Paris, Kuchen aus der Normandie und Düften der Provence

15 Juni
2011

Ein Stück Frankreich – mitten in Berlin

Bei Frankreich denkt man an Paris, den Eiffelturm, Savoir vivre und natürlich die kulinarischen Gaumenfreuden. Vom 17. Juni bis 17. Juli gibt es jetzt auf dem Zentralen Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm „ein Stück Frankreich“ mitten in Berlin: Das 49. Deutsch-Französische Volksfest steht ganz unter dem Motto „...und ganz Berlin träumt von der Liebe!“.

9 Juni
2011

Attac Frankreich bringt eigene Kandidatin für den IWF-Chefposten ins Spiel

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Aurelie Trouvé (c) dpa

Christine Lagarde bekommt Konkurrenz aus dem eigenen Land: Die französische Attac-Aktivistin Aurélie Trouvé bewirbt sich für den IWF-Chefposten und will den Fonds grundlegend reformieren. Statt reeller Chancen verspricht sich die 31-Jährige eine Diskussion um die neoliberale Ausrichtung des IWF.

8 Juni
2011

IWF-Nachfolge China reagiert kühl auf IWF-Kandidatin Lagarde

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(c) dpa

Frankreichs Finanzministerin Lagarde stößt bei ihrer Werbetour für den IWF-Chefposten auf Zurückhaltung. Erst zeigte sich Indien, nun auch China skeptisch. ... Die auch von Deutschland unterstützte Lagarde gilt angesichts der Stimmengewichte im IWF [dennoch] als Favoritin für die Strauss-Kahn-Nachfolge.

22 Mai
2011

Dresen gewinnt Preis beim Filmfest in Cannes

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Dresen bei der Preisverleihung (c) dpa

Andreas Dresen hat bei den Filmfestspielen den begehrten Hauptpreis der Sektion "Un certain regard" gewonnen. Sein Krebsdrama erzählt vom Abschied eines Todkranken.

Der 47 Jahre alte Dresen teilt sich den Hauptpreis der Sektion "Un certain regard" mit dem Koreaner Kim Ki-duk, der für sein autobiografisches Werk "Arirang" geehrt wurde. Die Jury unter Vorsitz des Regisseurs Emir Kusturica vergab die begehrten Preise bei einer Gala am Samstagabend.

Dresens authentisch wirkendes Drama "Halt auf freier Strecke" hatte beim Festival viele im Publikum zu Tränen gerührt und war schon bei seinen ersten Vorführungen gefeiert worden. Dresen erzählt darin die Geschichte von Frank, bei dem ein inoperabler Hirntumor festgestellt wird. Der Vierzigjährige (herausragend gespielt von Milan Peschel) hat nur noch wenig Zeit zu leben und muss Abschied nehmen von seiner Frau (Steffi Kühnert), seinen Kindern und seinem Leben.

Dresen sagte bei der Entgegennahme der Auszeichnung, er habe mit seinem Film tragische Erlebnisse in seinem eigenen Leben verarbeitet. "Vergangenes Jahr war ein Jahr der Trennungen sowie des Todes von engen Freunden", sagte er weiter. "Er ist ein bemerkenswerter Regisseur", sagte Jurymitglied Geoffrey Gilmore. "Es ist eine Geschichte, die sehr schwer gut erzählt werden kann. Sie ist so schmerzhaft zu sehen."

19 Mai
2011

Laurent Wauquiez im ZDF : "Frankreich braucht Deutschland und Deutschland braucht Frankreich"

Frankreichs Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit Laurent Wauquiez, unterstrich am 19. Mai im "Morgen Magazin" des ZDF, die Notwendigkeit der europäischen Solidarität, nicht zuletzt die deutsche Wirtschaft, deren Export zu 70 Prozent in die Länder der Eurozone gehe, profitiere davon.

"Europa funktioniert", sagte Wauquiez, befragt nach den Herausforderungen für Europa. "Wir haben gemeinsam den europäischen Stabilitätsmechanismus geschaffen, zusammen über Forschung gearbeitet, wir entwickeln die Elektromobilität (...) Das ist konkret", erklärte Laurent Wauquiez.

"Frankreich braucht Deutschland, Deutschland braucht Frankreich", betonte der Minister.

(c) ZDF

16 Mai
2011

Alfred Grosser: "Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz"

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Alfred Grosser 2010 (c) Wikimedia Commons

Der deutsch-französische Politologe Alfred Grosser wurde in Frankfurt als Jude geboren, hat den Holocaust überlebte und bekennt sich heute zum Atheismus. Er ist ein streitbarer, unangepasster Geist. Sein neues Buch "Die Freude und der Tod" widmet sich politischen Fragen - und ist doch auch eine Art Lebensbilanz.

In Deutschland wurde er vor allem mit zwei Themen assoziiert: Mit Israel, dessen Palästina-Politik der Publizist immer wieder scharf kritisiert hat. Und mit dem französisch-deutschen Verhältnis, in dem ihm immer wieder die Rolle eines Mittlers zugedacht wurde. In seinen Erinnerungen kommen beide Themen aber nicht oder kaum vor. ... Seine Mittlerrolle zwischen Frankreich und Deutschland wird seiner Ansicht nach langsam obsolet. Das liege am insgesamt guten Verhältnis der beiden Staaten zueinander. Alfred Grosser schreibt:

Einerseits gibt es immer wieder politische Spannungen oder sogar Krisen. Andererseits sind die Formen und Möglichkeiten des gesellschaftlichen Austauschs und der Zusammenarbeit sehr viel zahlreicher, viel intensiver, stellen ein viel engeres Netz dar, als es zwischen Frankreich und irgend einem anderen Land, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und irgendeinem anderen Land besteht.

13 April
2011

Frankreichs Atomkonsens bröckelt

13.04.2011
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Demonstration gegen Laufzeitverlängerung (c) dpa

Es gilt als Saurier im französischen Nuklearpark – das 1977 in Betrieb genommene Atomkraftwerk Fessenheim am Oberrhein, direkt an der deutschen Grenze. An die Petitionen zur Stilllegung der Anlage aus Deutschland und der Schweiz hat sich die französische Betreibergesellschaft EDF längst gewöhnt.

Aber jetzt wird der staatliche Elektrizitätskonzern erstmals auch daheim unter Druck gesetzt: Der Stadtrat in Straßburg sprach sich am Montagabend einhellig und mit den Stimmen der Ratsmitglieder der Präsidentenpartei UMP für eine Schließung des Atommeilers aus. „Wir wollen, dass Fessenheim vom Netz genommen wird. Einer neue Sicherheitsprüfung bedarf es unseres Erachtens nicht“, sagte der Straßburger Bürgermeister, der Sozialist Roland Ries, am Dienstag im französischen Fernsehen.

Seit Ende 2009 läuft in der Anlage die so genannte Zehnjahresinspektion mit dem Ziel, die Laufzeit um weitere zehn Jahre zu verlängern. Im Sommer wird die Entscheidung der Atomaufsichtsbehörde ASN über die Zukunft von Block 1 erwartet. Doch der Straßburger Stadtrat ist jetzt schon davon überzeugt, dass die Druckwasserreaktorenanlage von Fessenheim einer unter dem Eindruck der Katastrophe in Fukushima erneuerten Gefahrenbewertung nicht standhält. Das Werk liegt im erdbebengefährdeten Oberrheingraben und tiefer als der Wasserspiegel des Rheins.