'Send this page', 'url_site' => 'france-allemagne.fr' ); ?> 'Send this page', 'url_site' => 'france-allemagne.fr' ); ?> 'Send this page', 'url_site' => 'france-allemagne.fr' ); ?> 'Send this page', 'url_site' => 'france-allemagne.fr' ); ?> 'Send this page', 'url_site' => 'france-allemagne.fr' ); ?> 'Send this page', 'url_site' => 'france-allemagne.fr' ); ?> Aktuelles - France-Allemagne.fr

Aktuelles

28 Mai
2022

Bundeskanzler Scholz und Frankreichs Präsident Macron telefonieren mit dem russischen Präsidenten Putin (28. Mai 2022)

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Hebestreit, teilt mit:

Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben am (Samstag) Mittag auf ihre Initiative hin gemeinsam mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Das 80-minütige Gespräch war dem andauernden russischen Krieg gegen die Ukraine und den Bemühungen gewidmet, diesen Krieg zu beenden. Der Bundeskanzler und der französische Präsident drängten dabei auf einen sofortigen Waffenstillstand und einen Rückzug der russischen Truppen. Sie riefen den russischen Präsidenten zu ernsthaften direkten Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten und einer diplomatischen Lösung des Konflikts auf.

Der Bundeskanzler und der französische Präsidenten riefen den russischen Präsidenten des weiteren auf, für eine Verbesserung der humanitären Lage der Zivilbevölkerung zu sorgen. Sie nahmen die Zusage des russischen Präsidenten positiv zur Kenntnis, gefangen genommene Kombattanten gemäss der Vorgaben des humanitären Völkerrechts, insbesondere der Genfer Abkommen, zu behandeln sowie einen ungehinderten Zugang des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sicherzustellen.

Bundeskanzler Scholz und Präsident Macron sprachen mit Präsident Putin zudem über die globale Lebensmittellage, die infolge des russischen Angriffskrieges besonders angespannt ist. Präsident Putin versicherte, den Getreideexport aus der Ukraine, insbesondere auf dem Seeweg, ermöglichen zu wollen. Präsident Putin sagte zu, dass eine Öffnung des Minengürtels, der zum Schutz der ukrainischen Häfen gelegt worden ist, um den Export von Getreide via Schiffen zu ermöglichen, seitens Russland nicht für Angriffshandlungen missbraucht werden würde. Der Bundeskanzler, Präsident Macron und Präsident Putin waren sich über die zentrale Rolle der Vereinten Nationen beim Zustandekommen und der Durchführung einer diesbezüglichen Vereinbarung einig.

27 Mai
2022

Antrittsbesuch von Außenministerin Catherine Colonna in Berlin (24. Mai 2022)

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat beim Antrittsbesuch ihrer neuen französischen Kollegin Catherine Colonna die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Europa unterstrichen. «Unsere beiden Länder teilen eine beispiellose Verbindung», sagte Annalena Baerbock auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Catherine Colonna in Berlin am Dienstag. «Mit keinem anderen Partner haben wir so eine enge und vielfältige Verbindung wie mit Frankreich.»
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sprach sich Baerbock für eine weitere Stärkung der EU aus. Jetzt sei ein «historischer Moment, wo wir die gemeinsame Zusammenarbeit in Europa vertiefen können und aus meiner Überzeugung vertiefen müssen».
Die Stärkung der europäischen Handlungsfähigkeit sei zu einer «Überlebensfrage» geworden. «Viele hatten Europa schon abgeschrieben, und das Gegenteil ist jetzt passiert: Wir arbeiten enger als zuvor zusammen», sagte sie mit Blick auf gemeinsam von den EU-Staaten beschlossene Sanktionen gegen Russland und Waffenlieferungen an die Ukraine.

24 Mai
2022

Die Ministerin für Europa und auswärtige Angelegenheiten Catherine Colonna reist nach Berlin (24. Mai 2022)

Ihre erste internationale Reise führt die Ministerin für Europa und auswärtige Angelegenheiten Catherine Colonna heute nach Berlin, wo sie mit ihrer deutschen Amtskollegin Annalena Baerbock zusammenkommen wird.

Frankreich wird sein Engagement für die deutsch-französische Zusammenarbeit im Dienste Europas und der großen internationalen Herausforderungen fortsetzen, ganz besonders zum aktuellen Zeitpunkt, zu dem Frankreich die EU-Ratspräsidentschaft und Deutschland den G7-Vorsitz innehat.

Mit Blick auf die bevorstehende Tagung des Europäischen Rates am 30. und 31. Mai wird Catherine Colonna besonders auf die Reaktion Europas und die politischen, militärischen, energiepolitischen und humanitären Aspekte des Kriegsgeschehen in der Ukraine eingehen und auch das Thema Ernährungssicherheit berücksichtigen.

16 Mai
2022

EU-Außenrat in Brüssel: Enge europäische Abstimmung im Anschluss an die Ministertreffen von G7 und NATO (16. Mai 2022)

Der brutale russische Angriffskrieg gegen die Menschen in der Ukraine dauert nun schon fast drei Monate. Außenministerin Baerbock wird ihre EU-Amtskolleginnen und -kollegen in Brüssel über die jüngsten Gespräche und Ergebnisse der Treffen der G7-Außenministerinnen und Außenminister vom 12.-14. Mai in Weissenhaus / Schleswig-Holstein sowie des informellen NATO-Treffens vom 14.-15. Mai in Berlin unterrichten. Mit Blick auf das enge, koordinierte Vorgehen in EU, G7 und NATO unterstrich Außenministerin Baerbock am 14. Mai in Weissenhaus:

„Aber wir belassen es eben nicht bei Erklärungen, weil leere Worte helfen in einem Moment dieses furchtbaren, völkerrechtswidrigen Angriffskriegs nicht weiter. Ukrainische Frauen und Männer haben mit unglaublichem Mut und Entschlossenheit den russischen Angriff in weiten Landesteilen gestoppt. Damit diese aber weiterhin in diesem ungleichen Kampf überhaupt eine Chance haben können, werden wir weiter helfen. Und zwar mit Waffen, die wir liefern können, mit Hilfsleistungen für die Menschen, und mit Finanzhilfen, um die Funktionsfähigkeit des ukrainischen Staates weiterhin zu sichern.“

Erneut zu Gast beim EU-Außenrat ist auch ihr ukrainischer Amtskollege Dmytro Kuleba. Seine diesmal physische Teilnahme unterstreicht die unerschütterliche Solidarität Europas mit der Ukraine angesichts des brutalen Angriffskriegs durch Russland.

Die EU-Außenministerinnen und -Außenminister werden im Grundsatz auch über eine erneute Aufstockung der EU-Finanzierung für Waffenlieferungen in die Ukraine um weitere 500 Millionen auf 2 Milliarden Euro entscheiden, vorbehaltlich nationaler Zustimmungserfordernisse. Der Kampf um Sicherheit und Freiheit in Europa findet aber nicht nur mit Waffen statt - auch der Umgang mit hybriden Gefährdungen sowie russischer Desinformation ist Teil der Gespräche in Brüssel. Und schließlich werden Schweden und Finnland die EU-Partner über ihre sicherheitspolitische Neuausrichtung im Hinblick auf einen NATO-Beitritt unterrichten.

Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf den Westlichen Balkan
Bei ihrem Treffen kommen die 27 EU-Außenministerinnen und -Minister auch mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Westlichen Balkan zusammen (Albanien; Bosnien-Herzegowina; Kosovo; Montenegro; Nordmazedonien; Serbien). Dabei ist es Deutschland und der EU ein wichtiges Anliegen, die sechs Länder des Westlichen Balkan mit aller Kraft auf ihrem Weg in die EU zu unterstützen. Dies haben Bundeskanzler Scholz und Außenministerin Baerbock erneut vergangene Woche bei ihren Treffen mit dem serbischen Präsidenten Vucic sowie dem kosovarischen Premier Kurti im Rahmen des „Berliner Prozesses“ unterstrichen.

Angesichts des russischen Krieges sind alle sechs Staaten des Westlichen Balkan nun umso mehr gefordert, sich zur europäischen Werte- und Rechtsordnung sowie zu jüngsten Beschlüssen auch in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU zu bekennen. Gleichzeitig dürfen auch die EU-27 selbst drängende Erweiterungsfragen nicht mit innenpolitischen oder bilateralen Themen blockieren - insbesondere der Beginn der Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Nordmazedonien ist mehr als überfällig.

12 Mai
2022

Erklärung der G7-Außenministerinnen und -Außenminister zur Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan (Weissenhaus, 12. Mai 2022)

Wir, die G7-Außenministerinnen und -Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Hohe Vertreter der Europäischen Union, bekunden unsere entschiedenste Ablehnung und missbilligen die zunehmenden Einschränkungen der Rechte und Freiheiten von Frauen und Mädchen in Afghanistan durch die Taliban.

Wir stehen an der Seite der afghanischen Bevölkerung in ihrer Forderung nach Gleichberechtigung im Einklang mit den Zusagen der Taliban gegenüber allen Afghaninnen und Afghanen sowie den völkerrechtlichen Verpflichtungen Afghanistans. Wir verurteilen die Einführung zunehmend restriktiver Massnahmen, die die Fähigkeit der einen Hälfte der Bevölkerung zur uneingeschränkten, gleichberechtigten und wahrhaftigen Teilhabe an der Gesellschaft stark beschneiden, einschliesslich der jüngsten Ankündigung in Bezug auf das Auftreten von Frauen in der Öffentlichkeit sowie neuer Strafen für Familienangehörige, um die Einhaltung dieser Einschränkungen durchzusetzen.

Mit diesen Massnahmen isolieren sich die Taliban weiter von der internationalen Gemeinschaft. In Anlehnung an unsere zusammen mit Norwegen abgegebene gemeinsame Erklärung vom 24. März fordern wir die Taliban auf, dringend Schritte zu unternehmen, um die Einschränkungen für Frauen und Mädchen aufzuheben, ihre Menschenrechte zu achten und die Erwartungen der Afghaninnen und Afghanen sowie der Welt zu erfüllen, ihnen uneingeschränkte, gleichberechtigte und wahrhaftige Teilhabe an Arbeit, Bildung und öffentlichem Leben sowie Bewegungs- und Meinungsfreiheit zu ermöglichen, was für Frieden, Stabilität und Entwicklung des Landes auf lange Sicht von entscheidender Bedeutung ist.

10 Mai
2022

Bundeskanzler Scholz empfängt Staatspräsident Emmanuel Macron in Berlin (09. Mai 2022)

Bundeskanzler Olaf Scholz gratulierte Emmanuel Macron „von ganzem Herzen“ zu seiner Wiederwahl als französischer Staatspräsident. „Frankreich hat sich in dieser Wahl ganz klar für Europa entschieden. Das ist ein gutes Zeichen“, sagte Scholz am Montag beim Treffen mit Macron im Bundeskanzleramt in Berlin.

„Wir beide sind uns seit langem einig: Unsere Länder können nur dann erfolgreich die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen, wenn wir gemeinsam Vorgehen im Rahmen eines starken und souveränen Europas. Diesen Weg wollen wir gemeinsam weitergehen. Und darauf freue ich mich ganz besonders.“

Gemeinsam für ein starkes Europa arbeiten
Es freue und ehre Deutschland, dass Macrons erster Auslandsbesuch als wiedergewählter Staatschef nach Deutschland führe. Dass dieser Besuch ausgerechnet auf den Europatag falle, sei ein ganz besonderes Zeichen, sagte der Kanzler weiter.

Deutschland und Frankreich würden auch weiterhin ihren Beitrag dafür leisten, die Europäische Union zu stärken – „eine Europäische Union, die für Frieden und Freiheit, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht, die sich zu behaupten weiß und die an der Seite der Länder steht, die unsere Werte teilen.“

Brandenburger Tor in Ukraine-Farben illuminiert
Auf Initiative der französischen EU-Ratspräsidentschaft würden am Montagabend zahlreiche Bauwerke in ganz Europa in den Farben der Ukraine strahlen – „bei uns das Brandenburger Tor, in Paris der Eiffelturm. Wir stehen füreinander ein und wir stehen an der Seite der Ukraine als Teil der europäischen Familie.“

Schrecken über Russlands brutalen Angriffskrieg
Am Europatag 2021 hätte sich niemand vorstellen können, dass ein Jahr später der Frieden in Europa durch den „entsetzlichen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine gebrochen worden ist“, sagte Scholz. Russland habe ein europäisches Nachbarland brutal angegriffen. Unzählige Menschen in der Ukraine hätten infolgedessen Tod, Leid und Zerstörung erfahren müssen. „Das ist etwas, das uns gemeinsam erschreckt, aber auch zusammenschweißt, weil wir zusammen handeln müssen.“

„Zeitenwende“ – große Kraft durch Solidarität
Wie er zu Beginn des Krieges gesagt habe, erlebe Europa derzeit eine Zeitenwende, bekräftigte Scholz. „Und wir erleben die ungeheuer große Kraft, die aus unserem Zusammenstehen, unserer Solidarität und unserer Einheit erwächst – als Demokraten, als Europäer und in der transatlantischen Gemeinschaft.“

Die westliche Wertegemeinschaft sei fest entschlossen, „die Grundlagen unseres Zusammenlebens – Frieden und Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, soziale Marktwirtschaft, Gerechtigkeit und Sozialstaat und einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt gemeinsam und mit aller Kraft zu verteidigen“, so der Bundeskanzler.
Ukraine im Freiheitskampf beistehen
„Wir stehen eng und unverbrüchlich an der Seite der Ukraine und unterstützen sie finanziell, humanitär und auch militärisch nach Kräften, um diesen Krieg zu beenden.“ Das Unrecht dürfe nicht siegen, Grenzen in Europa dürften nicht mit Gewalt verschoben werden, mahnte Scholz.

Nato-Strategie an neue Sicherheitslage anpassen
Gemeinsam werde man alles unternehmen, was nötig ist, um ein Übergreifen des Krieges auf andere Länder zu verhindern und die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken, sagte der Bundeskanzler. So werde man beim Nato-Gipfel im Juli in Madrid über die künftige Ausrichtung der Atlantischen Allianz entscheiden und die notwendige militärische Anpassung an die neue Sicherheitslage vornehmen.

Deutsch-französische Freundschaft als Motor
Die deutsch-französische Partnerschaft und Freundschaft sei heute wichtiger denn je, unterstrich Scholz –„als Grundstein, als Motor und als Inspirationsquelle für das europäische Projekt und für die Zukunft Europas.“ Er freue sich, Emmanuel Macron „als engen und verlässlichen Freund an meiner Seite zu wissen.“

Klimawandel: Transformation dringlich
Sicherheit umfasse jedoch nicht nur militärische Sicherheit, sagte der Kanzler. So seien etwa die Folgen des Klimawandels dramatisch. „Der ohnehin nötige Umbau unserer Energieversorgung, weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien, wird durch den Krieg noch dringlicher.“

Eine große Aufgabe für alle sei es, die Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig die Preise für die Güter des täglichen Bedarfs stabil zu halten.

Westbalkan-Staaten zügig an EU heranführen
Von der Zusammenkunft mit Präsident Macron solle noch ein weiteres wichtiges Signal an die Westbalkan-Staaten ausgehen: „Wir stehen zu unserem Beitrittsversprechen.“ Noch bestehende Blockaden müssten im Sinne europäischer Verantwortung und geostrategischer Vernunft überwunden werden, appellierte Scholz. Er fügte hinzu: „Wir sind uns einig: Die Ukraine gehört zu Europa.“

8 Mai
2022

Gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs der G7 (8. Mai 2022)

Auf Einladung von Bundeskanzler Scholz haben sich die Staats- und Regierungschefs der G7 heute im Rahmen einer gut einstündigen Videokonferenz ausgetauscht. Der ukrainischen Präsident Selenskji war als Gast zugeschaltet. Im Anschluss an das Treffen verabschiedeten die G7-Staats- und Regierungschefs folgende gemeinsame Erklärung:

„Heute, am 8. Mai, gedenken wir, die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben (G7), an der Seite der Ukraine und der breiteren Weltgemeinschaft des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa und der Befreiung von Faschismus und der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, die unermessliche Zerstörung, unsägliche Schrecken und unbeschreibliches menschliches Leid verursachte...“

PDF - 20 Byte
Gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs der G7 (8. Mai 2022)
6 Mai
2022

Bundeskanzler Scholz empfängt den französischen Staatspräsidenten Macron (6. Mai 2022)

Die Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Christiane Hoffmann, teilt mit:

Bundeskanzler Olaf Scholz wird am 9. Mai 2022, um 18:00 Uhr den Staatspräsidenten der Französischen Republik, Emmanuel Macron, mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt zu seinem Antrittsbesuch als wiedergewählter Staatspräsident empfangen.

In einem gemeinsamen Gespräch werden die Deutsch-Französische Zusammenarbeit für Europa, sowie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und seine Folgen für Europa im Mittelpunkt stehen.

5 Mai
2022

Start des deutsch-französischen Museumsdialogs am 4. Mai im Centre Pompidou (5. Mai 2022)

Pressemitteilung
Start des deutsch-französischen Museumsdialogs am 4. Mai 2022 im Centre Pompidou.

Deutschland und Frankreich haben beschlossen, die deutsch-französische Zusammenarbeit im Museumsbereich zu intensivieren und am 4. Mai 2022 eine Initiative ins Leben gerufen, die Museumsexperten aus beiden Ländern zusammenbringen soll. Der Deutsche Museumsbund übernimmt die Leitung des Projektes. Die Auftaktsitzung fand im Anschluss an das Treffen der Direktorinnen und Direktoren von Museen und Verwaltungen, die für die Museumspolitik zuständig sind, statt, das im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft am 3. und 4. Mai im Centre Pompidou zum Thema "Museen in Europa: Welche Herausforderungen für die Zukunft?" veranstaltet wurde.

Bei den von Xavier Rey, dem Direktor des Musée national d’art moderne-Centre de création industrielle (Centre Pompidou), eröffneten Arbeiten des deutsch-französischen Museumsdialogs legte der wissenschaftliche Rat des Projekts, der sich aus vier deutschen und vier französischen Fachleuten zusammensetzt, die Eckpunkte der Überlegungen für die kommenden zwei Jahre fest. Das Projekt wird sich insbesondere mit den folgenden vier Schwerpunkten befassen:legte der wissenschaftliche Rat des Projekts, der sich aus vier deutschen und vier französischen Fachleuten zusammensetzt, die Eckpunkte der Überlegungen für die kommenden zwei Jahre fest. Das Projekt wird sich insbesondere mit den folgenden vier Schwerpunkten befassen:

• Provenienzforschung und Umgang mit Sammlungen aus kolonialem Kontext kolonialem Kontext
• Bildung, Kulturvermittlung und Entwicklung des Publikums
• Digitale Nutzung und Verbreitung von Sammlungen
• Der Dialog zwischen Museen und den Akteuren der französischen und deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft im Museumsbereich

Der erste Schwerpunkt zur Proveniensforschung und dem Umgang mit Sammlungen, aus kolonialen Kontexten, wird Gegenstand eines Treffens im Laufe des Jahres 2022 sein. Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums Bremen, erläuterte: " Wir fangen nicht bei Null an. Vor allem im Bereich der Ethnologie arbeiten die Museen auf internationaler Ebene viel zusammen. Das konnten wir am 4. Mai hervorheben. Die Herausforderung besteht darin, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, sie an den Ergebnissen dieser Arbeitsgruppen teilhaben zu lassen."aus kolonialen Kontexten, wird Gegenstand eines Treffens im Laufe des Jahres 2022 sein. Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums Bremen, erläuterte: " Wir fangen nicht bei Null an. Vor allem im Bereich der Ethnologie arbeiten die Museen auf internationaler Ebene viel zusammen. Das konnten wir am 4. Mai hervorheben. Die Herausforderung besteht darin, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, sie an den Ergebnissen dieser Arbeitsgruppen teilhaben zu lassen."

Paul Lang, Direktor der Straßburger Museen, äußerte sich zu den Herausforderungen der Kulturvermittlung: ”Mit den neuen Technologien hat sich das Verhältnis der neuen Generationen zum Bild verändert. Der Besuch einer Internetseite kann den Besuch eines Museums ersetzen, und die Gesundheitskrise hat in dieser Hinsicht als Beschleuniger gewirkt. Unsere Aufgabe ist es, daran zu erinnern, dass die Existenzberechtigung der Institution Museum darin besteht, das Originalwerk verständlich zu machen. Es ist unsere Pflicht, den Wechsel des Publikums zu gewährleisten. Dies ist eine Herausforderung für die Zivilisation.”

Auch der Digitalisierung wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt, zu der sich Christina Haak, stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin, äußerte: ”Unser Treffen ist ein starkes Signal, dass wir angepasste Regelungen sowie personelle und finanzielle Mittel brauchen, um die Ergebnisse aus erfolgreichen Projekten über ihre eigentliche Laufzeit hinaus nachhaltig in den Museen implementieren zu können.“Haak, stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin, äußerte: ”Unser Treffen ist ein starkes Signal, dass wir angepasste Regelungen sowie personelle und finanzielle Mittel brauchen, um die Ergebnisse aus erfolgreichen Projekten über ihre eigentliche Laufzeit hinaus nachhaltig in den Museen implementieren zu können.“

Jean-Francois Chougnet, Präsident des Museums der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Mucem), wies auf die Diskrepanz zwischen der Zeitlichkeit der Sammlungen und der Zeitlichkeit der digitalen Werkzeuge hin: "Die Museumswelt ist langfristig angelegt, die Sammlungen sind so konzipiert, dass sie über Jahre hinweg bestehen bleiben., während sich die Technologie extrem schnell verändert, in wenigen Wochen oder Monaten." Europas und des Mittelmeers (Mucem), wies auf die Diskrepanz zwischen der Zeitlichkeit der Sammlungen und der Zeitlichkeit der digitalen Werkzeuge hin: "Die Museumswelt ist langfristig angelegt, die Sammlungen sind so konzipiert, dass sie über Jahre hinweg bestehen bleiben., während sich die Technologie extrem schnell verändert, in wenigen Wochen oder Monaten."

Diese Forschungsschwerpunkte werden im Jahr 2022 Gegenstand eines Aufrufs zur Interessenbekundung sein, um französische Experten auszuwählen, die sich in einem der vier Themenbereiche engagieren möchten. Das gesamte Projekt wird außerdem durch Online-Sitzungen einer breiteren Gemeinschaft zugänglich gemacht.

Das Projekt wird im Rahmen der französischen Ratspräsidentschaft der Europäischen Union im ersten Halbjahr 2022 gestartet und vom Deutschen Museumsbund (DMB) betrieben.
Das Projekt wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem französischen Außenministerium gefördert und erhält Unterstützung vom französischen Kulturministerium.

Zusammensetzung des Lenkungsausschusses:

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und MedienBeauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Ministère de la Culture
Ministerium für Europa und Auswärtige Angelegenheiten
Französische Botschaft in Deutschland
Deutscher Museumsbund

Zusammensetzung des Wissenschaftsrats:

Sammlungen aus kolonialen Kontexten
Übersee-Museum Bremen
Museum Quai Branly - Jacques Chirac

Kulturvermittlung und Entwicklung des Publikums/
Museen in Straßburg
Museumsdienst Köln

Nutzung der digitalisierten Sammlungen
Staatlichen Museen zu Berlin
Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (MUCEM)

Kultur- und Kreativwirtschaft und Museen
Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM)
Nationalmuseum für moderne Kunst - Centre Pompidou

Kontakt: Deutscher Museumsbund e.V.

5 Mai
2022

"Perspectives" das deutsch-französische Kulturfestival (2. - 11. Juni 2022)

"Perspectives" das deutsch-französische Festival der Bühnenkunst eröffnet seine 44. Ausgabe vom 2. bis 11. Juni 2022.

PERSPECTIVES ist das einzige deutsch-französische Kulturfestival, das sich gleichermaßen deutsch- wie auch französischsprachiger Bühnenkunst widmet.

Aus dem ursprünglichen Experiment, das 1978 als französisches Festival in Saarbrücken seinen Anfang nahm, wurde ein ungewöhnlich langlebiges, erfolgreiches Kulturereignis, das in dieser Form bis heute in Deutschland und Frankreich einmalig ist und ein Stück kultureller Identität für die Großregion stiftete. Im Laufe von nunmehr über 40 Jahren hat sich PERSPECTIVES als beliebtes Kulturhighlight der Region Saar-Lor-Lux und in der Stadt Saarbrücken etabliert.
Ideal in der Grenzstadt Saarbrücken und im Knotenpunkt dreier Länder – Frankreich, Deutschland und Luxemburg – gelegen, zieht das Festival jährlich ein internationales Publikum von mittlerweile bis zu 30.000 Zuschauer*innen in seinen Bann und steht wie kein zweites Festival für die kulturelle grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa. Jedes Jahr verwandelt PERSPECTIVES Saarbrücken in eine große Bühne, die sich bis über die Grenze hinaus ins französische Nachbarland erstreckt. Seine inhaltliche deutsch-französische Ausrichtung sowie die Austragung des Festivals an Spielorten in Saarbrücken und im französischen Département Moselle machen es zu einem Wahrzeichen der deutsch-französischen Beziehungen.

Der grenzüberschreitende Dialog, den PERSPECTIVES anstrebt, ist durch das Engagement Deutschlands wie auch Frankreichs möglich geworden. Bereits seit seiner Gründung erhält das Festival Unterstützung von französischer Seite. Bis 1992 war die Landeshauptstadt Saarbrücken Veranstalter des Festivals, das dem Kulturreferat der Stadt angegliedert war. Nachdem die Stadt beschlossen hatte, dem Festival eine eigene juristische Form zu geben, wurde PERSPECTIVES zu einer gGmbH mit der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem Saarländischen Staatstheater als Gesellschafter.

Im März 2002 kam es zu einem Kooperationsbeschluss zwischen dem Saarland, der Stadt Saarbrücken und dem französischen Département Moselle, die das Festival seitdem gemeinsam finanziell tragen. Rechtsträger von PERSPECTIVES ist seit 2007 die Stiftung für deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit mit Sitz in Saarbrücken.