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22 Februar
2012

Frankreich ist Deutschlands wichtigster Handelspartner

Nach Angaben des Deutschen Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) belief sich der Handel zwischen Deutschland und Frankreich im Jahr 2011 auf insgesamt 168 Milliarden Euro (Einfuhr und Ausfuhr). Somit war Frankreich auch im Jahr 2011 wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner, das Handelsvolumen der beiden Länder ist gegenüber dem Vorjahr um 10,2% gestiegen. Es folgten auf Rang zwei die Niederlande mit einem Warenverkehr in Höhe von 151,5 Milliarden Euro und auf Rang drei die Volksrepublik China mit einem Außenhandelsumsatz von 143,9 Milliarden Euro.

Frankreich war auch im Jahr 2011 - wie schon seit 1961 - wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren. Deutschland führte Güter im Wert von 101,6 Milliarden Euro nach Frankreich aus (+12% gegenüber Vorjahr). Auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten deutschen Exportländer lagen die Vereinigten Staaten (73,7 Milliarden Euro) und die Niederlande (69,3 Milliarden Euro).

Bei den deutschen Importen sind im Jahr 2011 die Niederlande mit 82,2 Milliarden Euro wichtigstes Lieferland Deutschlands. An zweiter Stelle lag die VR China (79,2 Milliarden Euro) und an dritter Stelle Frankreich (66,5 Milliarden Euro, plus 7,6% gegenüber Vorjahr). Gegen alle Erwartungen überholten die Niederlande wieder in 2011 die Volksrepublik China, die letztes Jahr wichtigster Importeur Deutschlands war. Im Jahr 2010 lag China mit importierten Waren im Wert von 76,5 Milliarden Euro noch an erster Stelle.

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4 Februar
2010

„Agenda 2020 frei von handwerklichen Fehlern“

04.02.2010
Als kraftvolle Geste im deutsch-französischen Annäherungsprozess haben Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy die 80 Punkte umfassende gemeinsame „Agenda 2020“ bezeichnet, die von den fast komplett versammelten Regierungskabinetten am Donnerstag in Paris verabschiedet wurde.

Im Festsaal des Elysée-Palastes nahmen die Minister nach Nationalität getrennt Platz, die Deutschen rechts, die Franzosen links. Ziel der „Agenda“ ist ein deutsch-französisches Zusammenrücken. Das soll nicht mehr über symbolträchtige Prestigeprojekte (Euro oder EADS) erfolgen, sondern über „konkrete und ambitionierte Vorhaben“. Mit der Agenda ihres Vorgängers Schröder könne der vorgelegte 80-Punkte-Plan schon deshalb nicht verglichen werden, weil die „Agenda 2020“ „frei von handwerklichen Fehlern“ sei, sagte die Bundeskanzlerin.
4 Februar
2010

Europas Motor mit neuem Takt

04.02.2010
Mithilfe von achtzig konkreten Projekten sollen Frankreich und Deutschland in den nächsten zehn Jahren enger zusammenrücken. Paris hätte noch mehr gewollt.
Die Körpersprache zeugt mittlerweile von herzlicher Routine und erprobter Freundschaft. Nicolas Sarkozy und Angela Merkel, so jedenfalls mutete ihre Begrüssung auf den Stufen des Elysée-Palasts an, haben in den letzten Jahren gelernt, sich zu verstehen. Die Gesten wirken stimmig. Trotz aller Differenzen, den politischen wie den stilistischen, zwischen dem französischen Staatspräsidenten und der deutschen Kanzlerin. In der Krise rücken die beiden ungleichen Nachbarn nun noch näher zusammen.
4 Februar
2010

Vive l’Agenda 2020

04.02.2010
Deutschland und Frankreich wollen Seite an Seite ins neue Jahrzehnt schreiten - 80 Projekte sollen dies besiegeln. Auch in der Außenpolitik wollen sich Merkel und Sarkozy enger abstimmen

Merkel trifft Sarkozy

In Deauville empfing Nicolas Sarkozy die Kanzlerin mit großer Geste: Der Franzose nahm die Deutsche vor dem G-8-Gipfel gesondert beiseite, zeigte sich freundlich plaudernd vor den Kameras. In deutschen Regierungskreisen war man danach mit den schönen Bildern zufrieden. Ja, wurde eingeräumt, es habe zwar eine Zeit lang "eine Delle" in den deutsch-französischen Beziehungen gegeben, das sei nun aber vorbei. Das war Ende Mai.

Jetzt zeigt sich: Offenbar ist die Delle doch noch nicht so ganz ausgebügelt. Einen Tag vor dem Besuch des französischen Staatspräsidenten bei der Kanzlerin zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) sogenannte "offizielle französische Kreise in Berlin", die ein eher trübes Bild vom aktuellen Verhältnis zeichnen. Der Bericht dürfte kein Zufall sein - sondern eine Botschaft ans Kanzleramt.

Merkel und Sarkozy stimmen sich vor EU-Gipfel ab

Frankreich und Deutschland wollen weiterhin Einheit demonstrieren. Möglich ist, dass sich beide über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer einigen.

Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy wollen an diesem Montag über das weitere Vorgehen in der Euro-Schuldenkrise beraten. Die Staatschefs werden sich dafür im Kanzleramt in Berlin für den nächsten EU-Sondergipfel Ende Januar abstimmen.

Bei dem Treffen geht es um die Umsetzung des von beiden Ländern angestoßenen Fiskalpaktes, der die 17 Euro-Länder sowie neun weitere EU-Staaten zu mehr Haushaltsdisziplin verpflichten soll.

Deutschen Regierungskreisen zufolge wollen sich Merkel und Sarkozy auch darüber austauschen, wie mehr Wachstum und Beschäftigung in der Euro-Zone erreicht werden kann. Damit verschiebt sich der Fokus der deutsch-französischen Abstimmung. Denn die deutsche Regierung ist überzeugt, mit dem Fiskalpakt nun die nötigen Rahmenbedingungen für eine solidere Haushaltspolitik erreicht zu haben. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass Merkel und Sarkozy neue große EU-Programme ankündigen.

Möglich ist, dass sich Merkel und Sarkozy zudem über die geplante Einführung einer Finanztransaktionssteuer absprechen. Frankreich erwägt notfalls die Einführung der Steuer ohne die EU-Partner.