Deutschland und Frankreich im Dienste Europas




Deutschland und Frankreich haben seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Zusammenarbeit in den Dienst der europäischen Einigung gestellt. In der Tat hat ihr Wille zur Zusammenarbeit, so wie er in der Erklärung Schumann vom 9. Mai 1950 zum Ausdruck kommt, maßgeblich dazu geführt, dass zuerst die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und danach die Europäische Gemeinschaft und EURATOM auf Grundlage der beiden Römischen Verträge von 1957 entstanden sind. Diese besondere Beziehung, die sehr schnell als "Deutsch-Französisches Paar" charakterisiert wurde, hat in den folgenden Jahrzehnten die großen Etappen der europäischen Integration inspiriert.
Das reicht von der ersten allgemeinen Wahl zum Europäischen Parlament und der Schaffung des Europäischen Währungsverbundes im Jahr 1979 (auf Initiative von Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing) bis zu den prägenden Initiativen von Helmut Kohl und Francois Mitterrand (Realisierung des Binnenmarktes, Bildung des Schengen-Raumes, Schaffung der Gemeinsamen Währung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Unionsbürgerschaft) und der schrittweisen Anpassung der gemeinsamen Agrarpolitik (auf gemeinsame Anregung von Gerhard Schröder und Jacques Chirac) und schließlich zu den Bemühungen um eine Einigung bei den Finanziellen Perspektiven der EU für 2007 bis 2013. Immer wieder haben gemeinsame Initiativen und die deutsch-französische Zusammenarbeit den Puls der Europäischen Integration bestimmt.
In ihrer gemeinsamen Erklärung anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages (22. Januar 2003) haben beide Länder ihren Willen bekräftigt, die deutsch-französischen Beziehungen zu vertiefen und sie in den Dienst der europäischen Integration zu stellen, für die sie sich gemeinsam engagieren und die sie gemeinsam vorantreiben möchten. Jeder Fortschritt und jede Intensivierung der bilateralen Beziehungen hat daher immer eine europäische Perspektive, die offen für die Mitwirkung anderer EU-Partner ist.

In einer Europäischen Union mit 27 Mitgliedern ist eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich eine unverzichtbare, wenn auch nicht hinreichende Bedingung dafür, dass sich ein Konsens herausbildet und der Aufbau Europas weitergeführt wird. Dementsprechend sind beide Länder ihrer Verantwortung bei einer Vielzahl von wichtigen Themen nachgekommen, sowohl bei den internen europäischen Politiken als auch bei der EU-Erweiterung und den EU-Außenbeziehungen.
Um den Zugang zu den deutsch-französischen Entscheidungen und Dokumenten zu erleichtern, die die wichtigen Wegmarken der europäischen Integration in jüngerer Zeit markieren, haben wir hier Verweise zusammengestellt.

Stabilitätspakt

Lissabon-Strategie

Energiefragen in Europa

Integration und Chancengleichheit

Zukunft der EU

Erweiterung

Außenbeziehungen der EU
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