Deutsch-Französisches Institut feiert 60jähriges (31. Mai 2008)

Im Sommer 1948, noch vor Gründung der Bundes-republik Deutschland, wurde in Ludwigsburg ein neues Kapitel in der deutsch-französischen Verständigung aufgeschlagen. Der spätere Bundespräsident Theodor Heuss, Carlo Schmid, einer der Väter des Grund-gesetzes, und weitere engagierte Demokraten wollten eine Plattform des deutsch-französischen Dialogs schaffen, um die friedliche Zukunft Europas mit zu gestalten. Unter wohlwollender Begleitung durch die französischen Widerständler Joseph Rovan und Alfred Grosser wurde am 1. Juli 1948 das dfi gegründet. Heute kann das Institut auf 60 Jahre erfolgreicher Arbeit zurückschauen.

Zum Festakt am 31. Mai kam als Ehrengast Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler, der den Festvortrag gehalten hat. Die Begrüßung erfolgte durch den Präsidenten des dfi, Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel. Weitere Redner waren der amtierende Minister-präsident des Landes Baden-Württemberg Günther Oettinger und der französische Intellektuelle Nicolas Baverez.

Die Aufgaben des Instituts haben an Aktualität nichts verloren. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ist in allen Bereichen so intensiv wie nie zuvor, aber deshalb keineswegs ein Selbstläufer. Die beiden Gesellschaften bleiben sehr unterschiedlich, die politischen Systeme sind geradezu konträr. Erfolgreiche Zusammenarbeit erfordert nüchterne Analyse, viel Erfahrung und gute Beratung. Die vergleichenden Analysen, das große Archiv und die Beratungskompetenz des dfi sind auch in Zukunft die Grundlagen seiner Arbeit. Zu den aktuellen Themen gehört die vergleichende Analyse der Integrationspoli-tik, die Stadtentwicklung in beiden Ländern sowie die Position der bilateralen Zusammenarbeit in der Europäischen Union.


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