Das Deutsch-Französische Sekretariat für Austauschprogramme in der beruflichen Bildung


Secrétariat franco-allemand


Das deutsch-französische Austauschprogramm in der beruflichen Bildung erfährt immer mehr Zuspruch. Deshalb hat der Deutsch-Französische Ministerrat am 26. April 2005 eine Verdoppelung der Austauschplätze bis 2010 beschlossen.

Auf der Hälfte des Weges wurde dieses Ziel schon überschritten: 2008 gab es 3700 Austauschteilnehmer, was einer Erhöhung um 61% im Vergleich zu 2005 entspricht. In den Jahren 2009 und 2010 soll nun also eine Stabilisierung dieses Fortschritts erreicht werden, um auf ein Niveau von 5000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen zu kommen.

Vertragliche Basis

Das Deutsch-Französische Sekretariat (DFS) mit Sitz in Saarbrücken wurde im Einvernehmen gegründet, ein Programm aufzubauen, das den Austausch von Jugendlichen und Erwachsenen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung fördert. So unterzeichneten am 05. Februar 1980 die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Frankreich ein Abkommen über die Durchführung eines Austausches von Jugendlichen und Erwachsenen in der beruflichen Ausbildung.

Ziele

Das Deutsch-Französische Sekretariat unterstützt die Partnerschaften zwischen den Einreichtungen der beruflichen Bildung in Deutschland und Frankreich.
Ziele des Programms sind:
  • den Austauschteilnehmern einen Teil der eigenen beruflichen Ausbildung im anderen Land zu ermöglichen,
  • ihnen die Möglichkeit zu geben, die unterschiedlichen Bildungsangebote des anderen Landes durch einen Aufenthalt von angemessener Dauer wahrzunehmen,
  • ein wirkliches Erleben des Berufsalltags, aber auch des soziokulturellen Umfeldes zu ermöglichen,
  • Verbindungen zwischen deutschen und französischen Austauschteilnehmern und Partnereinrichtungen zu schaffen,
  • Jugendlichen und Erwachsenen zu helfen, über die gemeinsame Arbeit sprachliche Barrieren zu überwinden,
  • die Mobilität der Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern.

Organisation

Das Deutsch-Französische Sekretariat untersteht der Deutsch-Französischen Expertenkommission für die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. Sie legt das gesamte Austauschprogramm fest, beobachtet seine Durchführung und nimmt seine Auswertung vor.
Neben Vertretern des DFS besteht sie auf deutscher Seite aus Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, des Auswärtigen Amtes, der Kultusministerkonferenz und der Sozialpartner. Zwei nationale Verantwortliche, benannt von der Bundesministerin für Bildung und Forschung und von der Kultusministerkonferenz koordinieren die Programme auf nationaler Ebene.
Auf der französischen Seite finden sich das Ministerium für Bildung, das Ministerium für Arbeit, das Außenministerium sowie Repräsentanten und Repräsentantinnen von beruflichen Organisationen. Das Deutsch-Französische Jugendwerk ist ebenfalls Teil der Kommission.

Im Sinne des Abkommens zum Deutsch-Französischen Sekretariat finanziert das deutsche Bildungsministerium alle Programme, die die Erst- und Weiterbildung betreffen. Den Austausch zwischen Berufsfachschulen und technischen Fachschulen unterstützt die Kultusministerkonferenz finanziell.

Auf französischer Seite ist das Bildungsministerium der Geldgeber für die Fachschulen, während die Plätze, die Auszubildende in der Erst- und Weiterbildung betreffen, vom Arbeitsministerium finanziert werden.

Mehr Informationen:

www.dfs-sfa.org Druckversion

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