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24 Februar
2012

Börne-Grab in Paris einsturzgefährdet


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(c) wikiCommons


Ludwig Börne (1786 - 1837), literarischer Kritiker und politischer Publizist, gehörte wie Heine zu jenen deutschen Intellektuellen, für die in Zeiten der politischen Restauration in Deutschland das Nachbarland Frankreich Vorbild war. Er ließ sich aus Begeisterung für die französische Julirevolution 1830 in Paris nieder, wo er sieben Jahre später starb. Er wurde auf dem Prominenten-Friedhof Père Lachèse begraben. Heute ist sein Grabstein einsturzgefährdet.

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14 März
2011

Stéphane Hessel im Gespräch auf 3Sat

(14.03.2011)

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hessel (c) wikipedia


Am 14. März fand ein Gespräch mit Stéphane Hessel, einem berühmten französischen Diplomat und Lyriker, auf dem Fernsehsender 3Sat statt. Hessel wurde in Berlin geboren und zog mit sieben Jahren zusammen mit der Familie nach Frankreich. Im Mai 1941 hatte sich Stéphane Hessel der französischen Rèsistance angeschlossen, wurde dann im Juli 1944 von der Gestapo in Frankreich verhaftet, gefoltert und in das Konzentrationslager Buchenwald verschickt.

Stéphane Hessel ist der Sohn des deutschen Schriftstellers und Übersetzers Franz Hessel (1880-1941) und der Malerin Helen Grund. Der Schriftsteller Franz Hessel wurde mit Werken wie „Pariser Romanze" und "Spazieren in Berlin" bekannt. Da er mit seinen zahlreichen Übersetzungen aus dem Französischen zum Mittler zwischen der deutschen und der französischen Kultur wurde, wurde nach ihm ein deutsch-französischer Literaturpreis benannt. Der Preis ist das Zeichen des gegenseitigen Verständnisses der beiden Kulturen und hat zum Ziel, den gemeinsamen deutsch-französischen Kulturraum in Europa zu stärken und zu festigen. Er soll den Literaturdialog zwischen Deutschland und Frankreich vertiefen und zeitgenössische Autorinnen und Autoren, die im Nachbarland noch nicht bekannt sind, fördern.

Im Jahr 1946 wurde Hessel Büroleiter des Vize-UN-Generalsekretärs Henri-Laugier und zwei Jahre später Sekretär der neu errichteten UN-Menschenrechtskommission. Vor allem beschäftigte er sich mit den Themen Entwicklung, Demokratie und Menschenrechte , für die er bis heute kämpft. Der französische Staat hat ihm den Titel „Ambassadeur de France“ verliehen. Im Jahr 2008 erhielt er auch einen Preis von UNESCO (Bilbao Prize for the Promotion of a Culture of Human Rights).
Im Gespräch erzählt er über sein Leben und erklärt, was ihn veranlasste sein im vergangenen Jahr erschienenes Büchlein „Empört euch!“ zu schreiben, in dem er eine Wiederbelebung der Werte der Résistance fordert und bestimmte politische Entwicklungen der Gegenwart, wie den wachsenden Einfluss der Finanzwirtschaft, den Umgang mit Minderheiten und illegalen Einwanderern und den nach wie vor ungelösten Konflikt im Nahen Osten anprangert. Das kleine Werk, das offenbar den Nerv der Zeit trifft, wurde inzwischen in mehrere Sprachen übersetzt und ist millionenfach verkauft worden.
10 Februar
2011

Der deutsch-französische DFJW-Blog zur Berlinale

Verfolgen Sie live die 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin mit dem deutsch-französischen Blog des DFJW! Junge Kritiker und Filmliebhaber berichten in Artikeln und Videos vom Festival, auf Deutsch und auf Französisch, natürlich im Original mit Untertiteln.
Nicht zu vergessen: ein exklusiver Blick hinter die Kulissen mit der Jury vom Dialogue-en-perspective-Preis und die 10. Ausgabe der Sektion Perspektive Deutsches Kino!

10 Februar
2011

Berlinale: DFJW-Werkstattgespräch "Dialogue en perspective"

Das DFJW lädt seit 2004 zur Berlinale jährlich sieben deutsche und französische Filmliebhaber zwischen 18 und 29 Jahren ein, die als Mitglieder einer deutsch-französischen Jury Beiträge aus der Sektion Perspektive deutsches Kino sehen und unter der Leitung eines prominenten Vorsitzenden besprechen. Zur Berlinale 2011 wollten die Veranstalter einen jungen Menschen aus einem Drittland als siebtes Jurymitglied gewinnen. Die Wahl fiel dabei auf eine junge Bosnierin. Den Juryvorsitz übernimmt in diesem Jahr der Regisseur Romuald Karmakar. Das DFJW möchte mit der Vergabe des „Dialogue en perspective“ die Gelegenheit geben, das deutsche Kino zu entdecken und den Austausch zwischen jungen europäischen Filmliebhabern zu fördern.

Jurymitglieder 2011:
Eléonore Clovis, Yann-Eryl Mer, Christophe Lucchese, Mermer Ozan,Florence Freitag, Andreas Fauser, Hana Stojic
29 Januar
2011

Abschied vom Pariser Platz

Frankreichs Botschafter Bernard de Montferrand lud ein letztes Mal zum Essen. Nicht nur Politiker sagten Adieu

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Abschiedsessen (c) AA


In Wikileaks findet sich nichts über die französische Botschaft. Weshalb das so ist, verriet Bernard de Montferrand bei seinem Abschied von Berlin: Weil die deutsch-französischen Beziehungen so eng und gut sind. Eine höfliche Übertreibung? Mag sein, aber beim Abschiedsessen für den scheidenden Botschafter bekannte auch Außenamts-Staatsminister Werner Hoyer, er sei immer ganz „fassungslos“, wenn er lese, zwischen Berlin und Paris wachse die Distanz. Und zählte die erfolgreichen Interventionen und Aktionen auf, die – vom Streit um den Lissabon-Vertrag bis zur Finanzkrise – von Deutschen und Franzosen allein in den dreieinhalb Jahren bewältigt worden sind, in denen Montferrand in Deutschland auf Posten war.

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Werner Hoyer und Bernard de Montferrand (c) AA


Der Botschafter habe daran, so Hoyer, seinen gehörigen Anteil. Tatsächlich ist de Montferrand ein glänzendes Beispiel dafür, dass auch in den Zeiten der Gipfeldiplomatie und des Internets Botschaften und Botschafter nützlich sind. Auch bei diesem letzten amtlichen Termin in der Bundesrepublik – vis-à-vis von seiner Botschaft am Pariser Platz, im Hotel Adlon – bewies er seine Fähigkeit, das Engagement für die Politik – Europa immer vorneweg – mit dem Eingehen, dem Einfühlen in das psychologische Geflecht der Beziehungen von Deutschen und Franzosen zu verbinden.
7 Januar
2011

Laurent Wauquiez im Interview mit der Süddeutschen Zeitung

Frankreichs neuer EU-Minister Laurent Wauquiez erklärt, was Paris und Berlin voneinander lernen können.


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Laurent Wauquiez


Die meisten Politiker in Paris bekennen sich zur deutsch-französischen Freundschaft. Doch kaum einer tut dies mit solchem Enthusiasmus wie Laurent Wauquiez. Der neue, 35 Jahre alte Europaminister - das jüngste Mitglied des Kabinetts - begeistert sich für die deutsche Sprache, Stabilitätspolitik und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt er warum und verspricht: Auch Frankreich wird sparen.
12 Dezember
2010

Frankreichs Verteidigungsminister Alain Juppé im Interview mit der Süddeutschen Zeitung

Neues Denken in Zeiten hoher Staatsschulden: Juppé für mehr Militärkooperation in Europa.

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Zwei Schützen der deutsch-französischen Brigade (c) dpa


Der neue französische Verteidigungsminister und Vizepremier Alain Juppé hat die EU-Staaten davor gewarnt, wegen der Wirtschaftskrise die Verteidigung Europas zu vernachlässigen. "Diese Welt ist gefährlich und unsicher. Die Bedrohungen sind allgegenwärtig", sagte Juppé in einem Interview der Süddeutschen Zeitung
10 Dezember
2010

Deutsche Einheiten im Elsass stationiert

Bislang waren die Soldaten der 1987 von Kohl und Mitterand ins Leben gerufenen deutsch-französischen Brigade immer nur in Deutschland stationiert. Jetzt wurde ein deutsches Jägerbataillon auch auf französischem Bodem in Dienst gestellt. "Kaum zu fassen" ist das für einen vom Reporter des Deutschlandfunks interviewten Veteranen des 2. Weltkriegs, der in diesem Beitrag zu Wort kommt.
10 Dezember
2010

In Eintracht und Euro vereint

Frankreichs Staatspräsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel trafen sich in Freiburg, um über Zusammenarbeit in Wirtschaftsfragen zu sprechen. Die Kanzlerin sprach von einer erforderlichen „Kohärenz der Wirtschaftspolitik“ - konkrete Schritte nannten beide freilich nicht.
10 Dezember
2010

Deutsch-französische Allianz gegen Juncker

Solidarität? Jetzt reicht’s aber
Gemeinsame Euro-Bonds im Kampf gegen die Krise? Nicht mit Deutschland und Frankreich. Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy haben stattdessen eine ganz andere Idee.
11 November
2010

EU-Ausschuss nimmt am deutsch-französisch-polnischen Parlamentariertreffen in Paris teil


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(c) Bundestag


Eine Delegation des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestages wird vom 16. bis 17. November 2010 gemeinsam mit den EU-Aus schüssen des polnischen Sejm und Senats sowie der gast gebenden Assemblée nationale am trilateralen Parlamen tariertreffen im Format des „Weimarer Dreiecks“ in Paris teilnehmen.