4. Deutsch-Französische konferenz im Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrat (CESE)
Die Konferenz wird mit einem Blick auf die aktuellen Daten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beginnen (Kapitalströme, Arbeitsplätze, Investitionen). Anhand von Fallstudien wird dann eine Typologie von existierenden Kooperationsformen präsentiert, um die Erfolgsfaktoren zu verstehen, die Schwierigkeiten auszumachen und viel versprechende Bereiche zu defi nieren. Auch wenn der allgemeine interkulturelle deutsch-französische Vergleich sinnvoll bleibt, darf man nicht übersehen, dass sich zwischen den Partnern sehr unterschiedliche Kooperationsstrategien entwickelt haben, die sich von Fall zu Fall an die Größe der Unternehmen, die betroffenen Märkte und die jeweiligen Besonderheiten der Branchen anpassen.
Ein deutsch-französischer Ansatz, der im 21. Jahrhundert nur die Unterschiede in den Vordergrund stellen würde, geht leicht an der gelebten Praxis vorbei. Die politische und makroökonomische Analyse muss sich an der Realität in den Unternehmen messen. Die abschließende Podiumsdiskussion wird vor allem auf die Potentiale eingehen und mit einer Analyse der Wirtschaftskooperationen die Debatte bereichern, die seit vielen Jahren andauert und nicht immer die aktuellen, im Entstehen begriffenen Projekte berücksichtigt.
Der „12. Deutsch- Französische Dialog – Europa weiter denken“, der ASKO EUROPA-STIFTUNG befasst sich mit dem Thema „Handeln in der Krise – Zivilgesellschaft, Staat, Europa“. Zu dem seit 1999 jährlich stattfindenden deutsch-französische Forum für Experten und Multiplikatoren zu europäischen Zukunftsfragen werden vom 6. - 7. Mai wieder Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft sowie interessierte Bürger verschiedener Generationen und
unterschiedlicher Nationalitäten in der Europäischen Akademie Otzenhausen (Saarland)
zusammenkommen. Das Forum hat sich das Ziel gesetzt, einen Schritt in die Richtung einer europäischen Öffentlichkeit zu gehen.
Anmeldung bis zum 16. April 2010 unter: dfd@asko-europa-stiftung.de oder per Telefon unter: 0681 9267413 oder per Fax unter 0681 9267499
Seit einiger Zeit ist in Frankreich die Tendenz zu beobachten , dass geschichtliche Ereignisse zum Gegenstand der Politik werden: die
Anerkennung des türkischen Genozids an Armenien, Frankreichs Rolle im und für den Kolonialismus, die verpflichtende Lektüre des Abschiedsbriefs von Guy Môquet in allen Schulklassen.
Nachdem die dfi-Jahrestagung im Jahr 2000 („Zukunft und Erinnerung“) die Vergangenheitspolitik und Erinnerungskulturen im Blick auf den Algerienkrieg, Vichy und die „mémoire collective“ behandelt hat, soll 2010 stärkeres Gewicht auf die Verknüpfung mit der aktuellen Politik gelegt werden. Wie bei den Jahrestagungen des dfi üblich, wird das Themenfeld sehr breit definiert, um die Einbindung unterschiedlicher Fächer, Methoden und Aspekte zu erlauben.