Die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und der Präsident der Französischen Republik sind besorgt angesichts der Umstände, die den US-Konzern Northrop Grumman und seinen europäischer Partner EADS veranlasst haben, sich aus der Ausschreibung für das neue Luftbetankungsflugzeug für die US-Luftwaffe zurückzuziehen, nachdem sie zu der Überzeugung gelangt waren, dass die von den US-Behörden festgelegten Ausschreibungsbedingungen die Firma Boeing begünstigten.
Anlässlich des 40. Jahrestages des Elysée-Vertrags schufen Deutschland und Frankreich 2003 den Deutsch-Französischen Fonds für Kulturprogramme in Drittländern, der die deutsch-französische Freundschaft und Zusammenarbeit symbolisiert.
In seinem achten Jahr unterstützt der Deutsch-Französische Fonds mit einem Budget von 460 000 Euro 59 Kulturprojekte in 53 Ländern.
Wieder einmal geben Deutschland und Frankreich, mit Blick auf den Ausweg aus der Krise, bei der Reform des Weltfinanzsystems oder im Kampf gegen den Klimawandel, die Richtung vor und senden ein deutliches Signal, dass nämlich Europa keinesfalls zu resignieren oder am Wegesrand der Geschichte zurückzubleiben gedenkt, sondern ein wichtiger Akteur im 21. Jahrhundert sein will.
Deutschland und Frankreich haben sich in Paris gemeinsame Ziele für die Zukunft gesetzt. Die Kabinette beider Regierungen beschlossen eine "deutsch-französische Agenda 2020". Insgesamt 80 Projektvorschläge werden die Zusammenarbeit in den kommenden zehn Jahren vertiefen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy waren sich nach den Gesprächen einig: die deutsch-französische Zusammenarbeit soll künftig so effizient und so konkret wie möglich gestaltet werden.
Die Unterzeichnung des Elysee-Vertrags vor 47 Jahren war ein mutiger politischer Schritt und zugleich der Grundstein für eine tiefe Freundschaft und Partnerschaft. Staatsminister Dr. Werner Hoyer und sein französischer Amtskollege Staatssekretär Pierre Lellouche legten am siebten Deutsch-Französischen Tag Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy Vorschläge für gemeinsame Initiativen vor.
Die beiden Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit wollten bei diesem Treffen ihre gemeinsame Arbeit zur Vorbereitung des Deutsch-Französischen Ministerrats, der in Kürze in Paris tagt, fortsetzen. Gegenstand der Gespräche waren außerdem aktuelle europäische Fragen, so zum Beispiel die Umsetzung des Europäischen Auswärtigen Dienstes, die Energiepolitik der EU, die Vorbereitung der Strategie "EU 2020" und die Erweiterung.
Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Dr. Werner Hoyer, traf am 17.12. in Berlin seinen französischen Amtskollegen, den Staatssekretär für europäische Angelegenheiten und Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Pierre Lellouche. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Vorbereitungen für den kommenden Deutsch-Französischen Ministerrat am 4. Februar in Paris. Für die weitere Vorbereitung wird Staatsminister Hoyer voraussichtlich am 07.01. nach Paris reisen.
Das Treffen diente der Vorbereitung des nächsten Deutsch-Französischen Ministerrats Anfang 2010 in Frankreich und ersten Überlegungen zum nächsten Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar 2010.
Auf der Pressekonferenz im Anschluss an das Berliner Treffen betonten Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und seine französische Amtskollegin Christine Lagarde ihr Vorhaben, die Staatsdefizite beider Länder trotz Wirtschafts- und Finanzkrise weiter zu reduzieren und damit langfristig die Ziele des europäischen Stabilitätspaktes zu wahren.